Wednesday, August 11, 2010

Riesen-Uni, Japanisches Essen und meine Flucht vor dem Gesetz

Follow my blog with bloglovin

Heute war eindeutig ein astrengender Tag. Aber auch ein spaßiger Tag.
Endlich hab ich es mal geschafft früh genug aufzustehen um mit dem Zug nach Wien zu fahren und mir mein Sticker für den Studentenausweis zu holen, mit dem ich mir nun Bücher ausborgen darf.
Doch Gleichzu Beginn gab es schon Probleme: Welches Gebäude ist denn das Richtige, die Uni ist ja so riesig! Da konnte mir mein iPhone ja gerade noch aushelfen.

Drinnen angekommen kam ich mir schlussendlich komplett wie eine verlorene, kleine Erstsemestrige vor - nachdem ich zwei Mal gefragt hatte bekam ich mein Sticker, nach zwei weiteren Fragen fand ich die Schließfächer und sogar in das Gebäude, in dem die Fachbibliothek für Mathematik und Physik ist, fand ich noch. Dann lief ich aber doch noch drei Mal hin und her, bis ich die Büchersammlung fand, die mich - nach kurzem Umsehen, ob niemand außer mir da ist - einen kleinen Happy-Dance aufführen ließ. Da standen doch tatsächlich Regale vollgepackt mit den verschiedensten Physik Büchern und ich kleines Mädchen stand mittendrin und freute mich wie ein Schneekönig.
Nach einiger Zeit verließ ich die Bibliothek mit zwei ausgeborgten Büchern, kaufte noch schnell das neue GameStar im Lehrmittelzentrum und ließ mich per U-Bahn zum Stephansplatz verfrachten. Nach ewiger Suche und wiederholtem Staunen über die riesigen Menschenmassen in der "großen Stadt" fand ich schließlich das japanische Restaurant Akakiko. Ich stillte meinen Hunger und Durst mit einem Maki Bento und Jasmintee, an dem ich schnell mal gehörig die Zunge verbrannte.


In der U-Bahn hatte ich dann besonders viel Spaß. Frei nach dem Motto meiner Mutter: "Der (Name ausgelassen) fahrt schon seit 20 Jahren ohne Fahrkarte und den habens erst einmal dawischt - 70€ für 20 Jahre, viel billiger als 50€ pro Monat!" stieg ich also höchst illegal ohne Ticket in den Wagen der U4 ein, im Glauben, dass mich die Anwendung "quando" richtig informiert hatte und die Kontrollen nur in der Linie U3 stattfinden - falsch gedacht :D
Plötzlich zückte der Herr neben mir ein Namensschild, klemmte es sich ans Hemd und bei seinen Worten fiel mir das Herz in die Hose: "Fahrkarten bitte!"
Sofort raffte ich all meine Schauspielkünste zusammen und tat, was wohl viele in dieser Situation tun würden - gekonnt durchwühlte ich meine (zum Glück) viel zu vollgestopfte Tasche und simulierte einen kleinen Anfall, da ich "mein Ticket nicht finden konnte". Inzwischen kontrollierte der pflichtbewusste Herr aus Ärger über die lange Zeit, die ich brauchte, jemand anderen - und schwupps, verschwand ich an der nächsten Haltestelle, kurz bevor die Türen wieder schlossen, mit einem wohl etwas zu laut gedachten "Und tschüss!"
Nochmal Glück gehabt, aber gleich daraufhin hab ich mir schnell einen Fahrschein besorgt...

Habt ihr schon mal Erfahrungen mit Fahrkartenkontrolleuren beim Schwarzfahren gemacht?

No comments:

Post a Comment